Glossar
Niederschlag
Kann als Regen, Schnee, Graupel oder Hagel den Boden erreichen. Nach Art der Entstehung unterscheidet man:
- zyklonalen Niederschlag, der mit Fronten einhergeht
- konvektiven Niederschlag, der sich durch Thermik bildet, z.B. sommerliche Wärmegewitter,
- orographischer Niederschlag, der durch geländebedingte Hebung von Luftmassen erfolgt.
Zur Messung wird der Regen in Gefäßen aufgefangen. Ein Trichter mit einer Fläche von 200 cm2 ist in 1,5 Meter Höhe über dem Boden angebracht und leitet den Niederschlag in ein Messröhrchen. Die Niederschlagsmenge wird meist in Millimetern angegeben. Das bedeutet: So hoch wäre der Boden an der Messstelle mit Wasser bedeckt, wenn nichts abflöße oder verdunstete. Eine Niederschlagshöhe von 1 mm entspricht der Wassermenge von 1 Liter pro Quadratmeter (l/m2). Will man aus der Niederschlagshöhe den Abfluss bestimmen, so braucht man den sogenannten Gebietsniederschlag. Dieser kann durch Mittelung der Niederschlagshöhen mehrerer Messstellen im Einzuggebiet ermittelt werden.
Starkregen (Niederschlags- intensität)
Die Niederschlagsintensität ist die Höhe des Niederschlags pro Zeiteinheit. Sie wird meist in Millimeter pro Stunde (mm/h) angegeben. Als Starkregen werden z.B. Niederschläge bezeichnet, bei denen es in 5 Minuten wenigstens 5 mm, in 30 Minuten 12 mm oder in 2 Stunden 24 mm regnet.
Niederschlag - Hochwasser kommt von oben
Hochwasserentstehung:
Tagelanger, großflächiger Dauerregen oder kurzzeitiger Starkregen können zu Hochwasser führen. Dauerregen sind meist für Hochwasser in den großen Flüssen verantwortlich, lokale Gewitterregen können zu Sturzfluten in kleinen Einzugsgebieten führen: Regnet es in 24 Stunden mehr als 15 bis 30 Liter auf den Quadratmeter, so kann dies in besonderen Fällen zu Hochwasser führen. Der deutsche Wetterdienst warnt in diesen Fällen vor Starkregen.
In den Mittelgebirgen und am Alpenrand können besonders hohe Tagesniederschläge auftreten. Hier führt auch die Schneeschmelze zu Hochwasser: Je schneller und je mehr Schnee taut, desto größer wird die Belastung für die Flüsse.